Häufig gestellte Fragen rund um Vitamin D

Hier bekommen Sie schnell Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um das Sonnenvitamin

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Dekristol® 1000 I.E. 100 Tabletten zur Vorbeugung von Vitamin D-Mangelerkrankungen

Wie ist die Vitamin D-Situation in Deutschland?

Wie ist die Vitamin D-Situation in Deutschland?

Eine Untersuchung des Robert Koch-Instituts zur Kindergesundheit (KiGGS) wies nach, dass der Vitamin D-Spiegel im Blut bei fast jedem zweiten Kind im Alter von ein bis 17 Jahren unter 50 nmol/l lag. Diese Werte spiegeln die nachträglich standardisierten Daten wider. Die Standardisierung wurde vorgenommen, da die Messmethoden zu unterschiedlichen Messergebnissen führen. Bei genauerer Betrachtung der einzelnen Altersgruppen wird deutlich, dass insbesondere nach den ersten beiden Lebensjahren der Anteil der gut mit Vitamin D versorgten Kinder deutlich abnimmt:

So liegt bei ca. 75 % der Mädchen und fast 80 % der Jungen im Alter von ein bis zwei Jahren eine ausreichende Vitamin D-Versorgung vor, da für diese Altersgruppe die regelmäßige Gabe von Vitamin D zur Rachitisprophylaxe kinderärztlich empfohlen ist.

Bei den älteren Kindern hingegen sinkt der Anteil und beträgt beispielsweise bei den sieben- bis zehnjährigen Mädchen nur noch ca. 51 % und den gleichaltrigen Jungen 58 %. Und auch die Erwachsenen sind zum Großteil nicht optimal mit Vitamin D versorgt: Die Studie DEGS1 des Robert Koch-Instituts zeigte, dass ca. sechs von zehn Deutschen unzureichende Vitamin D-Spiegel aufwiesen.

Hauptgrund hierfür ist die Lage Deutschlands. Hier auf diesen Breitengraden ist eine nennenswerte körpereigene Bildung von Vitamin D über die Sonne nur von circa März bis Oktober bei einem Aufenthalt im Freien möglich. In dieser Zeit kann der Körper neben der akuten Bedarfsdeckung auch Vitamin-D-Reserven im Fett- und Muskelgewebe anlegen, auf die er im Winterhalbjahr zurückgreifen kann. Häufig reichen diese aber nicht aus – insbesondere dann, wenn Kinder und Jugendliche sich immer weniger draußen aufhalten.

Wie viel Vitamin D benötige ich?

Wie viel Vitamin D benötige ich?

Die Bestimmung des täglichen Bedarfs an Vitamin D ist nach wie vor schwierig und hängt von vielen Faktoren ab. Um zu beurteilen, ob bei Ihnen ausreichend Vitamin D gebildet wird, kann Ihr Arzt den 25-Hydroxyvitamin D-Serumwert bestimmen. Diese Substanz ist ein Stoffwechselzwischenprodukt von Vitamin D und wird in der Einheit nmol/l (Nanomol pro Liter) oder ng/ml (Nanogramm pro Milliliter) angegeben. Beide Einheiten unterscheiden sich in etwa um den Faktor 2,5 voneinander: So entsprechen beispielsweise 20 ng/ml 50 nmol/l.

Zur Beurteilung hat die National Academy of Medicine eine Klassifizierung vorgenommen und zu folgenden Kategorien zusammengefasst. Demnach bilden

  • Serumwerte von unter 30 nmol/l eine mangelhafte Vitamin D-Versorgung mit einem erhöhten Risiko für Krankheiten wie Osteomalazie und Osteoporose ab.
  • Serumwerte von 30 bis unter 50 nmol/l stellen eine suboptimale Versorgung mit möglichen Folgen für die Knochengesundheit dar.
  • Bei Serumkonzentrationen ab 50 nmol/l wird von einer ausreichenden Versorgung zum Erhalt der Knochengesundheit ausgegangen. 

Die DGE empfiehlt daher 400 I.E. für Säuglinge und 800 I.E. für Erwachsene pro Tag.

Erfahren Sie mehr in unserem Artikel „Die richtige Vitamin D-Dosis

Wie erkenne ich eine Vitamin D-Unterversorgung?

Wie erkenne ich eine Vitamin D-Unterversorgung?

Symptome bei Vitamin D-Mangel gibt es viele, denn der Körper benötigt Vitamin D für verschiedenste Vorgänge im Körper – beginnend bei der Stärkung der Knochen. 

Woran genau Sie eine Unterversorgung erkennen können, wodurch sie verursacht sein kann und welche Personengruppen besonders gefährdet sind, haben wir Ihnen in unserem Artikel „Vitamin D-Mangel“ ausführlich zusammengefasst.

Kann es zu Vitamin D-Überdosierungen kommen?

Kann es zu Vitamin D-Überdosierungen kommen?

Überdosierungserscheinungen können nach der Anwendung von Vitamin D auftreten, wenn eine größere Menge eingenommen wurde als vorgesehen. Auch bei ordnungsgemäßer Dosierung sind wie bei allen Arzneimitteln Nebenwirkungen möglich.

Nähere Angaben finden Sie in den Gebrauchsinformationen:
Gebrauchsinformation für Dekristol® 400 I.E.
Gebrauchsinformation für Dekristol® 500 I.E.
Gebrauchsinformation für Dekristol® 1000 I.E.

Zur Information: allgemeine Empfehlungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat für die tägliche Vitamin D-Gabe maximale Werte festgelegt, die nicht überschritten werden sollen:

  • Für Erwachsene und für Kinder ab 11 Jahren liegt die zulässige Gesamtzufuhrmenge bei 4000 I.E. Vitamin D pro Tag.
  • Für Kinder von 1 bis 10 Jahre sind es 2000 I.E. Vitamin D pro Tag, die maximal zugeführt werden dürfen, Säuglinge im Alter von 0 bis 6 Monaten nehmen höchstens 1000 I.E. pro Tag ein. Im Alter von 6 bis 12 Monaten beträgt die maximale Tageszufuhr 1400 I.E.

Diese maximale Tagesdosierung bezieht sich auf die Vitamin D-Zufuhr aus allen Lebensmitteln und Arzneimitteln. Eine über diese Maximalwerte hinausgehende regelmäßige tägliche Zufuhr kann unerwünschte Wirkungen wie die Bildung von Nierensteinen oder Nierenverkalkung nach sich ziehen.

Aus medizinischen Gründen können jedoch mitunter höhere Vitamin D-Dosen ärztlich angezeigt sein. Diese werden dann vom behandelnden Arzt entsprechend verordnet und für eine bestimmte Zeit eingenommen.
 

Kann ich Vitamin D über die Nahrung aufnehmen?

Kann ich Vitamin D über die Nahrung aufnehmen?

Mit der Nahrung nehmen wir nur etwa 10 – 20 % unseres täglichen Vitamin D-Bedarfs auf. Die meisten Lebensmittel enthalten kein oder nur sehr wenig Vitamin D.

Da es zu den fettlöslichen Vitaminen gehört, ist Vitamin D3 vor allem in fettreichen Lebensmitteln tierischer Herkunft zu finden. Dazu zählen fetthaltige Seefische wie Hering, Lachs oder Makrele sowie Eigelb und Leber. Vitamin D2 ist dagegen in einigen Speisepilzen und Pflanzen enthalten. (Quelle
 

Was ist beim Sonnen zu beachten?

Was ist beim Sonnen zu beachten?

Jeder weiß: Zuviel Sonne erhöht das Risiko für Sonnenbrand und damit für dauerhafte Hautschäden bis hin zur Entstehung von Hautkrebs. Daher sollte eine allzu häufige und intensive Sonnenbestrahlung besser vermieden werden – gerade in der Mittagszeit! Ganz sollte die Sonne aber auch nicht gemieden werden, im Gegenteil: Körperliche Aktivität im Freien ist sehr zu empfehlen.
 

Die folgende Tabelle zeigt Ihnen die Besonnungszeiten, die das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt:

  Hauttyp I/II* Hauttyp III**
März bis Mai 10 – 20 min 15 – 25 min
März bis Mai 5 – 10 min 10 – 15 min
September bis Oktober 10 – 20 min 15 – 25 min

* Hauttyp I/II (Helle bis sehr helle Hautfarbe, hellrotes oder blondes Haar, blaue oder grüne Augen)
* Hauttyp III (mittlere Hautfarbe, dunkle Haare, braune Augen)
 

Diese Werte gelten für die Mittagszeit zwischen 12 und 15 Uhr. Am Vor- und Nachmittag kann die Dauer der Sonnenlichtbestrahlung verdoppelt werden. Insgesamt ist es ausreichend, etwa 25 % der Körperoberfläche zu besonnen. (Quelle) Im Winter genügt die Sonnenstrahlung in unseren Breitengraden in der Regel nicht, um ausreichend Vitamin D in unserer Haut zu bilden.

Weitere Informationen rund um Sonnenschutzmittel und Tipps zur Vermeidung von Gesundheitsbelastungen durch Umwelteinflüsse im Sommer erhalten Sie beim Bundesinstitut für Risikobewertung.
 

Wie wird Vitamin D im Körper gespeichert?

Wie wird Vitamin D im Körper gespeichert?

Gerade im Sommer bei ausreichend hoher sonneninduzierter Eigenproduktion lagert sich Vitamin D hauptsächlich im Fett- und Muskelgewebe des menschlichen Körpers an. Geringere Mengen finden sich auch in der Leber. Die Speicherkapazität von Vitamin D ist insgesamt relativ groß, da unser Körper in der dunklen Jahreszeit auf seine Vitamin D-Speicher zurückgreifen muss.

Warum ist Vitamin D so wichtig für Kinder?

Warum ist Vitamin D so wichtig für Kinder?

Die schmerzhafte Knochenerkrankung Rachitis bei Kindern ist schon lange bekannt: Durch mangelnde Mineralisierung bleiben die Knochen weich, verformen sich und können ihre vollständige Funktion nicht erfüllen.

Die Ursache dafür ist fehlendes Vitamin D – denn es unterstützt die Aufnahme von Calcium in die Knochen. Ein Mangel kann daher zu verschiedenen, schwerwiegenden Knochen-Erkrankungen führen.

Zwar kann der Mensch Vitamin D selbst bilden, dazu benötigt er allerdings ausreichend UV-Licht, das auf die Haut trifft. (Darum auch der Ausdruck „Sonnenvitamin“) Leider ist Deutschland aufgrund seiner dunklen Monate eher ein Vitamin D-Mangelgebiet.

Gerade Säuglinge und Kleinkinder brauchen ausreichend Vitamin D, da ihre Knochen und Zähne erst noch wachsen und sich festigen müssen. Doch auch für größere Kinder ist die Vitamin D-Zugabe empfehlenswert – denn erstens können aus der Nahrung nur kleine Mengen Vitamin D aufgenommen werden und zweitens sollte gerade die empfindliche Haut unserer Heranwachsenden gegen die UV-Strahlen geschützt werden. Daher reicht das Sonnenlicht für eine ausreichende Eigenproduktion von Vitamin D mitunter nicht aus.

Aus den Gründen ist die Zugabe von Vitamin D nicht nur eine Expertenempfehlung für die ersten beiden Lebensjahre, sondern kann ein Leben lang förderlich für die Gesundheit sein.

Warum neigen ältere Menschen zu Vitamin D-Mangel?

Warum neigen ältere Menschen zu Vitamin D-Mangel?

Ein Vitamin D-Defizit kann auch bei Senioren zu schwerwiegenden Erkrankungen führen, z. B. zu Osteoporose, bei der die Knochen poröser und somit anfälliger für Brüche werden.

Je älter wir werden, desto mehr nimmt die Fähigkeit, Vitamin D selbst zu bilden, ab. Gleichzeitig steigt aber das Risiko für Osteoporose. Daher ist besonders für ältere Menschen, die sich wenig draußen aufhalten (oder für Menschen, die aus anderen Gründen nur wenig Sonne bekommen) das Risiko einer Vitamin D-Unterversorgung vergleichsweise hoch.

Auch die regelmäßige Einnahme bestimmter Arzneimittel (z. B. gegen Epilepsie oder Glukokortikoide) kann die Wirkung von Vitamin D im Körper beeinflussen und die Möglichkeit für einen Mangel bereiten.

Was bedeutet „I.E.“?

Was bedeutet „I.E.“?

Da für die Angabe von Vitamin D-Dosierungen manchmal die Einheit „I.E.“, also Internationale Einheiten, und manchmal die Einheit „μg“, also Mikrogramm, verwendet wird, soll die folgende Tabelle als kleine Umrechnungshilfe dienen:

Umrechnung Vitamin D3: 1 μg = 40 I.E.
10 μg = 400 I.E.
12,5 μg = 500 I.E.
20 μg = 800 I.E.
25 μg = 1000 I.E.
50 μg = 2000 I.E.
100 μg = 4000 I.E.

Wie wird Dekristol® dosiert und eingenommen?

Wie wird Dekristol® dosiert und eingenommen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in der Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.


Die genauen Angaben zur Einnahme finden Sie in den jeweiligen Gebrauchsinformationen:
Gebrauchsinformationen für Dekristol® 400 I.E.
Gebrauchsinformationen für Dekristol® 500 I.E.
Gebrauchsinformationen für Dekristol® 1000 I.E.


Ergänzende Empfehlungen der Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)

Die DGE empfiehlt die Zufuhr von 800 I.E. Vitamin D täglich für Kinder ab einem Jahr ebenso, wie für Erwachsene – sofern keine körpereigene Bildung in der Haut erfolgt.

Schätzwerte für die Vitamin D-Zufuhr nach Altersstufen Empfehlungen der DGE
Säuglinge bis 12 Monate 400 I.E.
Kinder von 1 bis unter 15 Jahre

800 I.E.

Jugendliche und Erwachsene von 15 bis unter 65 Jahre 800 I.E.
Senioren ab 65 Jahren 800 I.E.
Schwangere 800 I.E.
Stillende 800 I.E.


Einnahmehinweise

Nehmen Sie die Tabletten mit einem großen Glas Wasser ein oder lösen Sie die Tablette in einem kleinen Teelöffel Wasser für Ihr Kind auf. Während die „Kleinen“ die Tabletten täglich einnehmen, um eine sichere Rachitisprophylaxe zu betreiben, ist es für Erwachsene besonders in den Wintermonaten empfehlenswert, Vitamin D einzunehmen, um einem Mangel vorzubeugen – denn dann kann unser Körper das Vitamin nicht ausreichend selber produzieren. Da für die körpereigene Bildung Sonnenlicht notwendig ist, sollten Sie die Tabletten auch in den übrigen Jahreszeiten einnehmen, wenn Sie nicht ausreichend lange im Freien sein können. In bestimmten Fällen wie z. B. bei der Behandlung der Osteoporose ist ebenfalls eine regelmäßige Anwendung angezeigt.